Um überhaupt erfolgreiches E-Mail Marketing betreiben zu können, brauchen Sie genügend Interessenten bzw. Abonnenten, die Ihren Newsletter auch lesen. Doch es ist gar nicht so einfach, Website Besucher auch zu Newsletter Empfängern zu machen. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr Formular zur Newsletter Anmeldung inhaltlich optimieren können und geben Ihnen Tipps, wie Sie die Adressdaten Ihrer Leads bereits zur Segmentierung nutzen können.

Optimaler Aufbau eines Formulars zur Newsletter Anmeldung
Optimaler Aufbau eines Formulars zur Newsletter Anmeldung

Schaffen Sie Platz

Bevor Sie mit der Erstellung des Anmeldeformulars beginnen, sollten Sie sich überlegen, welche Touchpoints Nutzer mit Ihrem Unternehmen haben. Wo sollten Sie die Möglichkeit zur Newsletter Anmeldung bieten? Hierfür gibt es zahlreiche Optionen, einige davon haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst:

  • Header- / Footer-Bereich der Website
    Hierbei sollte jedoch beachtet werden, dass nur etwa zwei Prozent der Website Besucher bis zum Footer scrollen. Es bietet sich deshalb eher an, das Formular „above the fold“ zu platzieren, also in dem Bereich, der für den User direkt sichtbar ist, ohne dass er scrollen muss.
  • Social Media Plattformen
    Auf all Ihren sozialen Kanälen sollten Sie natürlich auch die Möglichkeit zur Anmeldung zu Ihrem Newsletter bieten. In Facebook beispielsweise können Sie die Newsletter Anmeldung direkt in einem eigenen Tab verknüpfen – in diesem Whitepaper zeigen wir Ihnen, wie das funktioniert. Außerdem können Sie die Facebook Lead Ad Integration nutzen, um Interessenten direkt auf der Plattform die Möglichkeit zur Newsletter Anmeldung zu bieten.
  • Landingpages
    Haben Sie Ihre Website mit einer Analyse-Plattform wie Google Analytics verknüpft, wissen Sie vermutlich, auf welchen Seiten Ihre Besucher besonders lange verweilen. Diese bieten sich auch gut an, um die Newsletter Anmeldung zu integrieren, da diese Seiten ein besonders hohes Interesse bei Ihren Nutzern hervorrufen.
  • Pop-Ups
    Pop-Ups haben oft den schlechten Ruf, zu aufdringlich zu sein. Doch da sie als „Störer“ fungieren, sind sie auch besonders effektiv – insbesondere zur Newsletter Anmeldung und vor allem, wenn sie beim Exit-Intend, also beim beabsichtigten Verlassen der Seite, eingesetzt werden. Beachten Sie jedoch, dass Pop-Ups trotzdem häufig als lästig empfunden werden und setzen Sie diese deshalb mit Bedacht und nur in geringem Maße ein.
  • Blogbeiträge
    Auch bei Ihrem Blog können Sie die besonders beliebten Beiträge mithilfe von Analytics identifizieren und dort die Anmeldung zum Newsletter anbieten.
  • Eigene Landingpage
    Es bietet sich auch immer an, eigens für den Newsletter eine Landingpage aufzubereiten. Diese können Sie auch in den sozialen Netzwerken und an anderen Touchpoints verlinken und müssen nicht extra ein Formular erstellen.

Doch vergessen Sie neben den ganzen online Berührungspunkten nicht, auch offline die Möglichkeit zur Newsletter Anmeldung zu bieten. Durch Links oder QR-Codes auf Flyern und Broschüren können Sie die oben angesprochene Landingpage zur Anmeldung verlinken und so auch auf Messen oder anderen Offline Events Leads generieren und E-Mail Adressen sammeln. Natürlich nur, wenn Sie sich dazu die Einwilligung von Ihren potenziellen Empfängern holen.

Schaffen Sie Anreize

Ihre Website Besucher werden sich fragen: Was habe ich von einer Anmeldung zum Newsletter? Kommunizieren Sie also deutlich, wie Ihre Interessenten als Abonnenten vom Newsletter profitieren und zeigen Sie die Vorteile klar und deutlich auch im Formular auf. So können Sie beispielsweise darauf hinweisen, wie viele andere Personen Ihren Newsletter auch beziehen. Oder Sie zeigen auf, dass Sie exklusive Rabatte per Mail versenden und Ihre Empfänger so richtig sparen können. Bieten Sie auch interessante Whitepapers oder E-Books für Ihre Newsletter Abonnenten kostenlos an.

Es kann auch hilfreich sein, ein Newsletter Archiv auf der Landingpage einzubauen, so können sich Ihre Interessenten selbst von den Vorteilen überzeugen. Beachten Sie jedoch, dass Sie hier nur abgelaufene und vereinzelte Kampagnen ausstellen, ansonsten ist eine Newsletter Anmeldung wertlos.

Schaffen Sie Vertrauen

Die erste Voraussetzung dafür, dass User Ihnen ihre Daten geben, ist, dass sie Ihnen vertrauen. Dazu trägt auch ein professioneller Webauftritt bei. Achten Sie bei allen Touchpoints rund um den Newsletter auf ein homogenes Look & Feel. Nutzen Sie farblich abgestimmte Buttons, die als „Störer“ im Design fungieren und den Fokus auf sich lenken. Gestalten Sie Calls-to-Action prägnant, achten Sie jedoch zugleich auf ein sanftes Wording. Setzen Sie bei der Formularerstellung auf eine einfache Gestaltung, die Ihren Interessenten dazu bewegt, seine Daten herzugeben.

Unabdingbar für die Gewinnung des Vertrauens Ihrer Abonnenten ist jedoch die Achtung des Datenschutzes. Informieren Sie die Interessenten darüber, was nach dem Ausfüllen des Formulars mit ihren Daten geschieht und halten Sie sich an die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Diese verpflichtet Sie dazu, einen Double-Opt-In Prozess zu integrieren, der Ihre Abonnenten den Empfang des Newsletters praktisch doppelt bestätigen lässt, um die entsprechende Einwilligung zu dokumentieren.

In diesem Zusammenhang ist auch das Prinzip der Datensparsamkeit zu beachten: Fragen Sie nur so viele Daten wie nötig und so wenig wie möglich ab. Wenn Sie zusätzliche Informationen über Ihre Empfänger abfragen wollen, etwa um die Interessen zu ermitteln oder um Personalisierung zu nutzen, sollten Sie die Angabe dieser Daten jedoch nicht verpflichtend machen. Grundsätzlich gilt bei der Newsletter Anmeldung: Jedes weitere Formularfeld zusätzlich zur E-Mail Adresse ist eine Hürde und senkt die Conversion Rate.

Schaffen Sie mehr Leads

Formulare können wunderbar zur Segmentierung Ihrer Leads eingesetzt werden. Sie sollten bei der Anmeldung zwar möglichst sparsam Daten abfragen, jedoch können Sie – abhängig von der Komplexität Ihres Newsletters – Ihre künftigen Abonnenten aus einzelnen Themengebieten wählen lassen. Bieten Sie hierzu einfach Felder an, die beim Ausfüllen des Formulars ausgewählt werden können. Sie können Ihre Empfänger auch selbst über die Versandfrequenz bestimmen lassen. Mit diesen Möglichkeiten zeigen Sie den Interessenten nicht nur, dass Ihnen ihre Meinung wichtig ist, Sie beugen damit auch Newsletter Abmeldungen vor.

Diese Informationen können Sie dann im weiteren Verlauf der Customer Journey mit immer mehr Daten anreichern und so ein vollständiges Profil Ihrer Kunden anlegen, wodurch Sie diese immer individueller ansprechen können. So können Sie beispielsweise genau feststellen, woran Ihre Empfänger besonders interessiert sind, indem Sie sie schon bei der Anmeldung zum Newsletter aus Ihrer Produktvielfalt auswählen lassen.

Lassen Sie sich auch die mobilen Leads nicht entgehen. Beachten Sie, dass viele Nutzer mit ihren Smartphones auf Ihre Seite kommen und keine Lust haben, sich diese „zurechtzuziehen“, wenn sie nicht mobil optimiert ist. Nutzer haben außerdem wenig Lust, ihre eigene, oft lange, E-Mail Adresse händisch in ein Formular einzutragen. Denken Sie also auch darüber nach, Autofill oder zumindest Autocomplete anzubieten. Auch hierbei sind die QR-Codes wieder zu erwähnen, die die Brücke zwischen offline und mobiler Kommunikation schlagen.

So schaffen Sie es sicher

Zusammenfassend benötigen Sie für ein erfolgreiches Anmeldeformular ein gut aufbereitetes – Überraschung – Formular, eine Dankes-Seite, die angezeigt wird, nachdem sich der User über das Formular abgemeldet hat, ein Opt-In Mailing mit dem Link zur Double-Opt-In Bestätigung und eine Bestätigungsseite, die dem User die erfolgreiche Anmeldung bestätigt, nachdem er den DOI-Bestätigungslink in der Mail geklickt hat. Um rechtlich zu 100 Prozent auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie ein Abmeldeformular aufbereiten, das der Abonnent ausfüllen kann, wenn er den Abmeldelink klickt – den sollten Sie übrigens in jeder Aussendung integrieren. In diesem Formular können Sie auch die Gründe für die Abmeldung erfragen und so Ihren Service verbessern.

Nutzen Sie auf jeden Fall A/B Tests, um den Einsatz von Formularen auf Ihrer Website optimieren zu können. Experimentieren Sie mit Platzierungen, der Gestaltung von Buttons oder der Anzahl an abgefragten Informationen.
Übrigens: Mit dem mailworx Formular Editor wird die Erstellung sämtlicher Formulare zum Kinderspiel!

Dieser Beitrag ist ursprünglich am 15.11.2017 erschienen.

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren