Um mit Ihren E-Mail Aussendungen Ihre Verkäufe anzukurbeln, ist es unabdingbar, diese mit Ihren Landingpages abzustimmen. Neben Aufbau und Inhalt der Kampagne spielt es natürlich auch eine Rolle, Calls-to-Action so einzusetzen, dass der Newsletter Leser diese auch klickt. Und nach dem Klick? Da kommt die Landingpage ins Spiel.

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, was eine Landingpage eigentlich ist und was sie von „normalen“ Seiten unterscheidet, welche Elemente eine Landingpage unbedingt haben muss, um erfolgreich zu sein und was Sie beachten sollten, um Ihre Landingpages zu optimieren und so noch mehr aus Ihren E-Mail Kampagnen herauszuholen.

Was ist eigentlich eine Landingpage?

Eine Landingpage ist eine Zielseite, also eine Seite, auf der ein Lead landet, wenn er eine bestimmte Handlung vollzogen hat, etwa einen Link in einem Newsletter oder einem Social Media Post geklickt hat. Eine Landingpage legt dabei – im Gegensatz zu anderen Seiten – den Fokus auf eine bestimmte Aktion des Kunden: Während die Homepage an sich mehrere Ziele verfolgt und deshalb mehrere Möglichkeiten zur Conversion bietet, verfolgt eine Landingpage ein einziges Ziel, es soll eine ganz bestimmte Conversion abgeschlossen werden.

Es gibt einige Möglichkeiten, wie Sie Ihre Landingpages optimieren und somit Ihre Leads zur gewünschten Conversion bewegen können. Einige davon stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

#1 Setzen Sie A/B Tests ein

Sie kennen A/B Split Tests vermutlich schon aus dem E-Mail Marketing. Wie auch bei Ihren Newslettern sollten Sie hier nur einzelne Variablen gegeneinander testen, damit Sie später genau wissen, welches Element zu einer Verbesserung der Conversionrate geführt hat. Folgende Elemente können Sie auf Ihren Landingpages gegeneinander testen:

  • Buttons
  • Farben
  • Handlungsaufforderung
  • Überschrift
  • Hero Shots*
  • etc.

Infobox: Hero Shots
Infobox: Hero Shots

#2 Überzeugen Sie mit Einfachheit

Auf Ihrer Website wollen Sie selbstverständlich so viele Informationen wie möglich bereitstellen. Dies sollte jedoch nicht für Ihre Landingpages gelten: Da der Nutzer schon weiß, was ihn erwartet, wenn er den Link zur Landingpage klickt, bedarf es nicht so vieler Informationen wie auf einer „normalen“ Seite. Verwenden Sie hierbei wenig Text und klar formulierte Sätze, die die wesentlichsten Informationen beinhalten.

Setzen Sie auf Landingpages auch Calls-to-Action eher sparsam ein und konzentrieren Sie sich auf ein Angebot und eine Conversion. Heben Sie diese Buttons dafür deutlich hervor und verleiten Sie so Ihren Lead zum Klick. Vermeiden Sie Ablenkung und fokussieren Sie ein Thema pro Landingpage. Hierfür wird auch oft auf die Hauptnavigation in Landingpages verzichtet, da diese den Besucher auf andere Bereiche der Homepage und somit weg von der Conversion lenken kann. Halten Sie das Farbkonzept eher einfach und passen Sie es den Corporate Identity Vorgaben Ihres Unternehmens an – so können Sie auch die Calls-to-Action optisch hervorheben.

#3 Achten Sie auf den „Fold“ und erfüllen Sie die Erwartungen

Der sogenannte „Fold“ markiert die Grenze zwischen dem unmittelbar sichtbaren und dem Bereich außerhalb des Sichtfelds eines Bildschirms. „Below the fold“ ist also alles, was der Nutzer erst sehen kann, wenn er ein paarmal auf der Seite gescrollt hat. Das Scrollen ist jedoch nicht unbedingt hilfreich, wenn Sie eine Handlung seitens Ihres Leads erwarten, deshalb empfiehlt es sich, Landingpages so kurz wie möglich aufzubereiten.

Stellen Sie die wichtigsten Informationen an den Anfang der Landingpage, also in den Bereich „above the fold“. Die Besucher sollten einige wichtige Informationen gleich auf einen Blick, ohne zu scrollen, sehen:

  • Call-to-Action
  • Vorteile für den Lead, wenn er das Angebot in Anspruch nimmt
  • Wesentliche Daten zum Angebot
  • Formular zur Conversion

So erhält der Lead diese Informationen gleich, nachdem er die Landingpage aufgerufen hat.

Wenn Leads auf einen Link in einer Werbeanzeige klicken, haben sie eine genaue Erwartung, was den Inhalt der Landingpage betrifft. Versetzen Sie sich in ein konkretes Beispiel: Sie sehen in einem Sozialen Netzwerk eine Anzeige für ein E-Book zum vergünstigten Preis. Sie klicken den Link des Call-to-Action und erwarten auf der entsprechenden Landingpage nähere Informationen zu diesem Angebot sowie die Möglichkeit, dieses in Anspruch zu nehmen. So geht es auch Ihren potenziellen Kunden. Versetzen Sie sich also in deren Lage und stellen Sie die Informationen bereit, die Sie selbst in ihrem Fall erwarten würden.

#4 Setzen Sie Calls-to-Action wirkungsvoll ein

Nutzen Sie klare Formulierungen für Ihre Buttons. So bewegen Sie Ihre Nutzer direkt zum Klicken und diese wissen durch die klaren Handlungsaufforderungen, was der Klick auf den Button auslöst. Vermeiden Sie also schwammige oder zu allgemeine Begriffe für Ihre CTAs, unter denen sich Ihre Leads nichts vorstellen können – Begrifflichkeiten wie „Absenden“, „Herunterladen“ oder „Anmelden“ sind also nicht unbedingt Klicktreiber.

Besser sind Formulierungen in ganzen Sätzen, die dem Lead direkt signalisieren, was ihn erwartet. Setzen Sie also statt den obigen Begriffen lieber Phrasen ein wie „Formular absenden und kostenlose Ausgabe sichern“, „Whitepaper herunterladen und Vorteile nutzen“ oder „Zum Newsletter anmelden und exklusive Einblicke erhalten“.

#5 Halten Sie Formulare kurz und fragen Sie nur die nötigsten Informationen ab

Zu lange Formulare, die (unnötig) viele Daten der Leads abfragen, werden nur selten ausgefüllt. Versetzen Sie sich also auch hier wieder in die Lage Ihrer Besucher und fragen Sie sich: Welche Informationen brauchen wir wirklich? Schließlich sind persönliche Daten sozusagen das Zahlungsmittel für „kostenlose“ Inhalte oder Downloads.

Wenn Sie also zu viele Daten Ihrer Besucher abfragen oder wenn die abgefragten Informationen in keinem Verhältnis zur angebotenen Ressource stehen, werden die Leads abspringen. Für die Anmeldung zum Newsletter beispielsweise reicht die Abfrage der E-Mail Adresse, Felder wie Vorname oder Firma können Sie die Leads freiwillig ausfüllen lassen. Sie können auch Formulare testen und so herausfinden, ob sich die Menge der abgefragten Informationen auf die Abschlüsse der Zielvorhaben auswirkt.

Tipp: Zweispaltig aufbereitete Formulare erwecken optisch den Eindruck von Kürze und werden eher ausgefüllt.

Denken Sie aus Sicht Ihrer Kunden

Fasst man alle Punkte, die wir in diesem Artikel detailliert beschrieben haben, grafisch zusammen, kann eine optimale Landingpage in etwa so aussehen:

Aufbau einer optimalen Landingpage
Aufbau einer optimalen Landingpage

Wenn Sie diese Elemente bei der Erstellung Ihrer Landingpage berücksichtigen und entsprechend einbinden, können Sie Ihre Leads gezielt zur gewünschten Conversion führen. Haben Sie Ihre Kunden stets im Hinterkopf, versetzen Sie sich beim Betrachten Ihrer Zielseite in die Lage eines Website Besuchers: Nach welchen Informationen sucht dieser auf der Landingpage, welche Daten braucht er unbedingt, um überzeugt zu werden? Wenn Sie die Page aus Sicht Ihrer Leads erstellen, können Sie sie besser auf die Zielgruppe abstimmen.

Und nicht zuletzt gilt für die Erstellung von erfolgreichen Landingpages dasselbe wie für die Erstellung von E-Mail Kampagnen: Testen, testen, testen. Nur, wenn Sie die Performance Ihrer Zielseiten laufend analysieren, können Sie auf das Verhalten Ihrer Leads reagieren und Ihre Conversionrate steigern.

Dieser Beitrag ist ursprünglich am 27. November 2017 erschienen.

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