Wie Sie Kreativität typgerecht fördern

Ideen fliegen einem nicht einfach so zu. Zumindest nicht dann, wenn man sie gerade am nötigsten braucht. Zu wissen, wie unser Gehirn arbeitet und welche Arten von Kreativität es gibt, hilft allerdings dabei Denkblockaden schnell zu überwinden.

Warten Sie nicht darauf, dass Sie von der Muse geküsst werden, sondern nutzen Sie folgende Tricks, um Ihrer Kreativität auf die Sprünge zu helfen.

Kreativität aus Sicht der Gehirn- und Neurowissenschaften

In einer Publikation aus dem Jahr 2004 definierte der Forscher Arne Dietrich vier Formen der Kreativität, die jeweils unterschiedlichen Gehirnaktivitäten zugeordnet werden können.

4 Formen der Kreativität

 

Tüftler

Tüftler sind eher analytische Denker und greifen im kreativen Prozess auf ihr Wissen und ihre Erfahrungen zurück oder recherchieren Hintergrundinformationen. Sie benötigen Zeit, um sich mit dem Problem befassen zu können.

Wenn Sie sich zu dieser Gruppe zählen, profitieren Sie vor allem von Planungs- und Kreativitätstechniken, welche die strukturierte Ideenfindung fördern.

Redaktionsplan

Planen Sie die Inhalte Ihrer Newsletter grob in einem Redaktionsplan und legen Sie fest, welche Inhalte Sie in welchem Monat behandeln möchten. Erstellen Sie z.B. eine Excel-Tabelle und notieren Sie sich zu den Themen erste Ideen. Diese Notizen können Sie im Zeitablauf ergänzen, wodurch Sie viel Zeit bei der Ideenfindung und Erstellung der Inhalte sparen.

Mindmap

Mindmaps helfen Ihnen dabei, die Assoziationen, die Sie zu einem Thema haben, strukturiert festzuhalten. Wenn Sie ein visueller Typ sind, profitieren Sie zusätzlich von der grafischen Aufbereitung eines Themas. Ergänzen Sie kleine Skizzen oder Zeichnungen, um die Ideen weiterzuentwickeln.

Osborn-Checkliste

Das systematische Abarbeiten der Checkliste unterstützt Sie dabei, bestehende Ideen auszubauen oder auf andere Anwendungsbereiche zu übertragen. Lesen Sie mehr über die Osborn-Methode in unserem Blogbericht.

Inspirierte

Die kognitive und spontane Kreativität benötigt vor allem eines – eine Pause von der Problemstellung. Dann arbeitet das Gehirn unbewusst und greift auf erworbenes Wissen und Erfahrungen zurück. Doch was ist, wenn man bereits unter Zeitdruck steht, weil die Deadline für den nächsten Newsletter näher rückt?

Widmen Sie sich einer anderen Aufgabe

Eine Pause von der Problemstellung bedeutet nicht, dass Sie herumsitzen und auf eine Eingebung warten müssen. Ganz im Gegenteil! Widmen Sie sich einer anderen Aufgabe, die aber trotzdem mit der Aufbereitung der Inhalte für Ihren Newsletter zu tun haben kann.

Sie müssen einen Text zu einem Thema schreiben, aber Ihnen fällt partout nichts ein? Dann gestalten oder skizzieren Sie z.B. eine Grafik, die Sie verwenden möchten, um das Thema zu veranschaulichen. Dadurch aktivieren Sie auch die rechte Gehirnhälfte und kommen dabei wie automatisch auf Ideen für den Text oder eine tolle Headline.

Free Writing

Nehmen Sie sich 5 bis 10 Minuten Zeit und schreiben Sie ohne nachzudenken oder den Stift abzusetzen alles auf, was Ihnen einfällt. Schreiben Sie jeden Gedanken auf, der Ihnen kommt und werten Sie nicht. Achten Sie nicht auf Rechtschreibung und Grammatik und lesen Sie den Text erst am Ende der Zeit durch.

Diese Methode hilft einem dabei, das Gehirn zu leeren, den inneren Kritiker auszuschalten und das Out-of-the-Box-Denken zu fördern. Wenn Sie alles niedergeschrieben haben, was Ihnen als Erstes zu einem Thema einfällt, ist der Weg frei für neue, kreative und unkonventionelle Ideen.

Künstler

Künstler verlassen sich auf Ihre Intuition und vertrauen bei der Entwicklung ihrer Ideen weniger auf Gelerntes, sondern auf Ihre Gefühle. Sie sind dazu in der Lage positive und auch negative Gefühle in einer kreativen Form auszudrücken.

Experimentieren Sie

Künstler-Typen müssen sich ausprobieren, um ihr kreatives Potential voll auszuschöpfen. Sie wissen, dass etwas funktionieren wird, wenn es sich für sie stimmig anfühlt. Wenn Sie beruflich nicht die Möglichkeit haben, nach Lust und Laune zu experimentieren, nutzen Sie Ihre Freizeit, um verschiedene Dinge, die Ihnen Spaß machen, auszuprobieren. Von der neu gewonnenen Kreativität profitieren Sie in allen Lebensbereichen.

Suchen Sie das Gespräch

Sie finden die besten Ideen, wenn Sie emotional involviert sind? Dann ist die Arbeit im Team für Sie besonders förderlich. Ihre Kreativität kommt vor allem zum Tragen, wenn es Probleme zu lösen gilt, die Kollegen belasten oder wenn es darum geht, ein schönes Geschenk für ein Teammitglied auszusuchen. Oft lassen sich diese Ideen auf andere Bereiche übertragen, sodass noch mehr Personen davon profitieren.

Gestalten Sie Ihren Arbeitsplatz

Sie sind besonders kreativ, wenn Sie sich rundum wohl fühlen? Sorgen Sie dafür, dass das auch auf Ihr Arbeitsumfeld zutrifft. Alles, was Ihnen gefällt wirkt sich positiv auf Ihre Kreativität aus – egal ob es motivierende Bilder an der Pinnwand sind, oder ein angeregter Plausch mit den Kollegen in der Kaffeepause.

Kind

Unsere ureigene Kreativität ist spontan und emotional. Sie lässt sich allerdings nur schwer durch bewusste Maßnahmen anzapfen. Sie kommt zum Vorschein, wenn wir die Dinge tun, die uns Spaß machen ohne darüber nachzudenken.

Fazit

Auch wenn man viele Übereinstimmungen mit einem der Typen erkennt, hat jeder von uns Zugriff auf alle Formen der Kreativität und kann diese auch nutzen. Wir hoffen, unsere Tipps helfen Ihnen dabei!

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