Redaktionsplanung – Ein Mix aus Planung & Spontanität

Oft kristallisieren sich beim Thema Redaktionsplanung zwei unterschiedliche Typen heraus. Einerseits gibt es da die Planer unter uns. Sie profitieren davon, sich die Zeit zu nehmen, um einen Plan für die nächsten Monate zu erstellen, den sie dann strukturiert abarbeiten können. Andererseits gibt es auch die spontanen Typen, die vor Ideen nur so sprühen – aber nicht unbedingt zu dem Zeitpunkt an dem sie an der Planung ihrer Inhalte arbeiten. Dabei gibt es kleine Tricks, von denen beide Typen profitieren und sogar voneinander lernen können.

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Der Planer

Strukturierte To-Do-Listen und klare Planungsprozesse gehören zu Ihrem Alltag? Dann lohnt es sich auch im Bereich der Content Strategie, diese Vorlieben für sich zu nutzen. Nehmen Sie sich in regelmäßigen Abständen die Zeit Ihre redaktionellen Inhalte zu planen. Ein Redaktionsplan kann dabei viele Gesichter haben – Sie entscheiden, welche Bereiche Sie damit abbilden möchten und welcher Detaillierungsgrad für Sie als richtig erscheint. Für die Erstellung und Verwaltung wird häufig auf eine Excel Tabelle zurückgegriffen. Diese bietet das optimale Umfeld für kleinere Redaktionspläne zur groben Themenplanung, ebenso wie für größere, die auch Informationen zu Zuständigkeiten, Deadlines und benötigten Grafiken enthalten. Holen Sie sich die Vorlage für einen Redaktionsplan mit Excel als Download!

Die grobe Struktur steht also – jetzt kommt erst die richtige Knochenarbeit: Das Befüllen des Redaktionsplans mit Themen. Hier können Sie zum Beispiel die Haus-Assoziation aus unserem Content Strategie Blogbeitrag heranziehen. Diese Ideen landen schon einmal in Ihrem Redaktionsplan und werden noch mit unterschiedlichen Unterthemen ergänzt. Was einem Planer noch unter die Arme greifen kann, sind zum Beispiel Mindmaps, um den Zusammenhang von unterschiedlichen Themen strukturiert festzuhalten, oder auch die Osborn Methode, in der bestehende Ideen noch weiter ausgebaut werden können.

Der Spontane

Die besten Ideen kommen, wenn Sie nicht damit rechnen? Lassen Sie Ihre kreativen Einfälle nicht verpuffen und halten Sie sie fest, sobald Sie in Ihrem Kopf entstehen. Ein Redaktionsplan hemmt Ihre Flexibilität nicht – es kommt einfach darauf an, wie Sie diesen aufbauen. Für spontane Typen bietet sich zum Beispiel das Organisationstool Trello an. Sammeln Sie Ihre Ideen in Cards und organisieren Sie diese in Kategorien, die die Inhalte Ihres Newsletters wiederspiegeln, zum Beispiel „Anwender-Tipps“, „Success Stories“ oder „Juni 2017“. Sie können sich das Tool wie einen Karteikasten vorstellen, den Sie nach Ihren Vorstellungen aufbauen. Sobald sich eine Idee in Ihrem Kopf gebildet hat, rufen Sie Ihren Redaktionsplan auf und gliedern diese gleich in Ihre Planung ein.

Doch wie kann man sich abhelfen, wenn am Tag x noch Themen für Ihre E-Mail Marketing Aussendungen fehlen? Einen guten Einblick über Fragen, die Ihre Leser interessieren, bietet zum Beispiel Google Suggest. Probieren Sie unterschiedliche Keywords zu Ihren allgemeinen Newsletter Themen aus und lassen Sie sich von den vorgeschlagenen Suchbegriffen und Headlines inspirieren. Ähnlich können Sie Ihre Ideenfindung auch von einer Bildrecherche ankurbeln lassen oder Sie widmen sich zuerst einer anderen Aufgabe in einem ähnlichen Kontext. Halten Sie sich nicht lange mit der Themenfindung auf, sondern starten Sie gleich mit der Aufbereitung jener Inhalte, die Sie bereits definiert haben. Währenddessen kommen die Ideen für weitere Themen ganz von alleine.

Ganz egal, ob Sie eher der Planer sind oder doch lieber Ihre Spontanität nutzen. Es lohnt sich, wenn man die Produktion von zielgruppengerechten Inhalten in den Mittelpunkt der Kampagnen stellt. Greifen Sie bei der Erstellung auf Ihre eigenen Vorlieben zurück und probieren Sie doch einfach zusätzlich mal etwas Neues aus, um das bestmögliche Ergebnis herauszuholen. Die strategisch gut durchdachten Themen stehen Ihnen darüber hinaus auch für die Kommunikation auf anderen Kanälen zur Verfügung – die Planung im Vorfeld lohnt sich also doppelt.

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