Spam und Single Opt-in oder Double Opt-in

Im März 2006 verschärfte eine Novelle zum Telekommunikationsgesetz 2003 das Verbot von Werbe-E-Mails und Massen-E-Mails (SPAM). Die Novelle gleichte die Rechtslage im „B2B-Bereich“ an jene des „B2C-Bereichs“ an. D.h. bisher erlaubte E-Mail-Werbung im Unternehmensbereich (B2B) ist seit 1. März 2006 nun bis auf wenige Ausnahmen den gleichen Regeln unterworfen wie im Endkonsumentenbereich (B2C).

In der alten Fassung  war die Zusendung elektronischer Post (insbesondere E- Mail, SMS) für Direktwerbung oder an mehr als 50 Empfänger dann verboten, wenn sie an Verbraucher adressiert war. Jedoch gab es zwei Ausnahmen:


  • Der Versender verfügte über eine vorherige Zustimmung des Empfängers (sogenanntes „Opting-in“). (Quelle: www.lexitec.at)
  • Der Versender bewarb ein ähnliches Produkt beziehungsweise eine ähnliche Dienstleistung, die der Empfänger bereits einmal beim Versender bezogen hatte. Voraussetzung dafür war jedoch, dass der Versender die E-Mail-Adresse im Zusammenhang mit diesem Verkauf erhalten hatte und der (künftige) Kunde bereits zu diesem Zeitpunkt und zusätzlich in jeder E-Mail die Möglichkeit erhalten hatte, die weitere Zusendung elektronischer Post kostenfrei abzulehnen (sogenanntes „Opting-out“). (Quelle: www.lexitec.at)


Was hat sich nun mit der Novelle geändert? Vereinfacht ausgedrückt, es wurde die bisherige Erlaubnis für E-Mail-Werbung im B2B-Bereich gestrichen und das Werbeverbot des B2C-Bereich mit seinen Ausnahmen auf den B2B-Bereich übertragen.



Daher lautet die Grundregel: Massen- und Werbe-E-Mails sind verboten. Und es muss die Zustimmung der Empfänger vorliegen, um an jene E-Mail-Adressen, die von dieser Einwilligung erfasst sind, E-Mails versenden zu können. Diese Einverständniserklärung bezeichnet man als „Opting-in“.

 

Beim „Opting-in“ muss dabei zwischen Single Opt-in und Double Opt-in zu unterscheiden:

 

Single Opt-in

Der Empfänger trägt seine Daten für den Bezug eines Newsletter auf einer Webseite ein. Beim einfachen Single Opt-in bekommt der Empfänger nur auf der Website eine Bestätigung seiner Anmeldung angezeigt. Es gibt keine weitere Bestätigungsmail und die Informationen werden ungeprüft zugestellt..

Das Problem bei SingleOpt-in ist, dass durch die reine Bestätigung auf der Website, auch fremde Personen die Kontaktdaten anderer Menschen weiter geben können und diese somit ohne ihr Einverständnis Informationen erhalten

 

Double Opt-in

Im Unterschied zum Single Opt-in bekommt der Empfänger nach seiner Anmeldung noch eine Bestätigungsmail, welche noch einmal bestätigt werden muss. Somit ist klar, dass die Informationen wirklich von dem Interessenten gewünscht werden.

Double Opt-in hat zusätzlich den Vorteil, dass gleichzeitig die korrekte Eingabe der E-Mail überprüft werden kann, da es bei Anmeldung oft zu Tippfehlern kommt.

 

 

 



 

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