RFC´s – "Vorschläge" für das Rückläufermanagement


postmanBei Request for Comments (RFC; wörtlich: Bitte um Kommentare) handelt es sich um Dokumente für im Internet verwendete Standards und Anregungen für Standardisierungsvorschläge. Bei dieser Form von Standardisierung kann im Prinzip jeder teilnehmen und seine Vorschläge in Form eines „Request vor Comments“ (RFC) dem weltweiten Internet Publikum zur Diskussion vorlegen. Anders als Normen (zB ISO oder ITU) sind RFC-Standards nicht bindend, werden aber in der Regel im Internet eingehalten.[1]

So beschrieb bereits im Oktober 1995 Sally Cambridge von der Firma Intel in der RFC Nr. 1855 die wichtigsten Benimmregeln für die Kommunikation im Internet.[2]

Da man schon früh das Potential der Kommunikation im Internet erkannt hatte, erschienen bald auch die RFC Nr. 821 und Nr 822. Welche damals das heute allgemeingültige Standardprotokoll SMTP (Simple Mail Transfer Protocol), Beschreibung für den Transport von Mail im Internet, beschrieben.[3] Mit steigender Internet Kommunikation stieg jedoch leider gleichzeitig auch die Anzahl unerwünschter Mails. Bereits 1975 – man staune nicht schlecht – machte man sich in der RFC Nr. 706 darüber bereits Gedanken, wie man mit unerwünschten Nachrichten (heute: SPAM), der wachsende Bedeutung von persönlichen schwarzen Listen (Blacklists) und die Kontrolle des Datenverkehrs umgehen sollte.[4]

Nun geben „Request vor Comments“ vor wie Status Codes (zB im SMTP Protokoll) implementiert werden sollten. Anhand dieser Statuscodes lassen sich empfangene Mails kategorisieren, und mit entsprechenden automatischen Routinen weiter bearbeiten.

Der Knackpunkt hierbei liegt in der Übereinstimmung der Fehlerstatuscodes der SMTP Server laut RFC 3463 zur tatsächlichen textuellen Fehlermeldung und Ursache. Da bei einer fehlenden Übereinstimmung zB temporäre Fehler (Softbounce) fälschlicherweise als permanente Fehler (Hardbounce) und umgekehrt kategorisiert und dementsprechend behandelt werden.

Analyse der aktuellen Situation der Rückläuferkategorisierung.

eworx hat mit mailworx dazu eine umfassende Studie mit 153.439 Unzustellbarkeitsnachrichten, der Kategorien Hardbounce (115.616 Mails) und Softbounce (37.823 Mails) durchgeführt. Die Analyse erfolgte bei tatsächlich aufgetretene Rückläufer im Echtsystem und zeigt die aktuelle Situation der Rückläuferkategorisierung. Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen werden wir in Form einer Serie in den nächsten Beiträgen präsentieren!

[1] Computerworld, Titel: Lexikon. Aktuellen Fachbegriffe aus Informatik und Telekommunikation, 2007.
[2] Giepert Damische, Titel: Start mit E-mail, 2005.
[3] Rob Kirkland, Titel: Lotus-Domino-Systemadministration: komplexe Client-Server-Verarbeitung, 2000.
[4] http://www.returnpath.net/de/blog/2009/01/der-ursprung-aller-emails.php, [Stand 02.08.2010]

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